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Da hat sich im Herbst 2004 eine ganze Menge österreichischer Gemeinden am „autofreien Tag“ beteiligt. Unter anderen auch die Großstadt Wien. Und in den Medien hörten wir Lob und Tadel, Zustimmung und harsche Kritik, vor allem an der Idee, Teile der Wiener Ringstraße zu sperren. Der ÖAMTC - der übrigens auch eine Touring-Mitgliedschaft anbietet für Menschen, die ohne Fahrzeug unterwegs sind, deren Interessen aber nicht wirklich vertritt - der ÖAMTC also prophezeite verstopfte Kreuzungsplateus. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel würden nicht mehr weiterkommen wegen der Autos. Wie denn das, welche Autos am autofreien Tag? Da sollten doch nur ganz wenige, die wirklich fahren müssen, unterwegs sein? Also Berufskraftfahrer, nicht der Berufsverkehr. Denn der lässt sich in der Stadt wohl wirklich weitgehend mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß erledigen. Genauso wie der Freizeitverkehr. Es sei denn, man steigt aus Kosten- oder Zeitgründen doch lieber in’s Auto. Da gibt es für jemand, der nicht in der Stadt, sondern nur in Stadtnähe wohnt, durchaus gute Gründe. Ein Beispiel gefällig? Wohnort: etwa 25 km außerhalb Wiens in Richtung Tulln, direkt an der Bahn, alle 30 Minuten ein Zug nach Wien. Ideal, um das Auto stehen zu lassen. Es sei denn, ein abendlicher Kino- oder Theaterbesuch unter Freunden ist geplant, 4 Personen zusammen. Kosten: pro Person 7,50 Euro, macht insgesamt 30 Euro. Damit kommt man mit dem Auto schon ganz schön weit (jedenfalls weiter als 2 mal 25 Kilometer). Und außerdem fährt der letzte Zug nach Hause um halb zwölf ab. Da bleibt nach dem Theater nicht viel Zeit für einen Drink (den man als BahnfahrerIn ja besonders genießen könnte), für gemütliches Essen schon gar nicht. Fazit: Autofreie Städte wären schön – das zeigen uns die überfüllten Fußgängerzonen deutlich. Aber die alternativen Transportmöglichkeiten sind leider noch lange nicht dem Auto ebenbürtig. |