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Manchmal ist die Relation zwischen Preis und Leistung schon interessant. Da kann man bei der selben Firma für 1,50 eine ganze Menge bekommen und für einen Zehner fast gar nichts. So geht es bei den Österreichischen Bundesbahnen, genauer bei der Schnellbahn im Bereich des Verkehrsverbundes Ostregion, also im VOR. Wie in den meisten Verkehrsverbänden gibt es hier Zonen, und für den Transport einer Person ist pro Zone zu zahlen. So weit, so klar. Die Bahn stellt dazu zum Preis von 1,50 Euro je Zone Beachtliches zur Verfügung: Schienennetz, Ober- und Unterleitungen, Computersteuerungen, Signalanlagen, Haltestellen und Bahnhöfe, Fahrscheinautomaten, Zugsgarnituren und, und, und. Und Personal. In unserem Fall in jedem Zug einen Lokführer und einen Schaffner. Aber niemand mehr in den Haltestellen. Fahrscheinkauf ist reine Kundensache, Fahrscheinverkauf reine Maschinensache. Dazu gibt es Automaten an jeder Haltstelle. Die sind gar nicht so leicht zu durchschauen, vor allem nicht für ältere Menschen, und schon gar nicht, wenn man kein gewöhnliches VOR-Ticket, sondern etwa eine ermäßigte Fahrkarte haben will (so wie viele Senioren). Wer sich nicht auskennt oder es vor Abfahrt des Zuges nicht mehr schafft, zu seinem Fahrschein zu kommen, wendet sich im Zug an den Schaffner. Um im Zug einen Fahrschein auszustellen (zu 1,50 je Zone), stellt die Bundesbahn Beachtliches zur Verfügung: nebst Schaffner (aber der zählt eigentlich nicht, der ist ja schon für 1,50 im Preis inbegriffen) ein Gerät zum Ausdrucken von Fahrscheinen. Diese Dienstleistung kostet 10 Euro. Eine wirklich interessante Relation. Fahrschein selbst gedrückt: 1,50 (je Zone), Fahrschein von Bundesbahnerhand gedrückt 10 + 1,50. Bleibt im Sinne der Bahn nur zu hoffen, dass möglichst viele Menschen ohne gültigen Fahrausweis den Zug besteigen. Denn nur dann kann sich die Anwesenheit des Schaffners vielleicht irgendwie rechnen. Und man kann sie rechtfertigen. Denn dann sind sie wenigstens nicht nur für „Zugestiegen?!“, „Fahrscheine, bitte!“ und „Danke“ da. |