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Ein Lob allen Spendern, die ihr Scherflein dazu beitragen, damit den Menschen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind, rasch geholfen werden kann. Ein doppeltes all jenen, die rasch gegeben haben, denn immer noch gilt "Wer schnell hilft, hilft doppelt". Und meine besondere Hochachtung vor denen, die auch nach den üblichen vorweihnachtlichen Sammelaktionen noch einmal ihre Geldbörse geöffnet haben.

Trotzdem haben so manche Meldungen über die Spendenbereitschaft und die Beträge auch zum Nachdenken angeregt. Am ersten Tag nach der Katastrophe, als vom wahren Ausmaß scheint's noch niemand etwas ahnte, war in den Medien zu lesen, dass die EU als Soforthilfe 1 Million Euro zur Verfügung stellt. Wenige Seiten weiter wurde berichtet, dass ein Prominenter seiner Gattin einen Ring um 1,5 Millionen Euro schenkte, um sie zu versöhnen. Eine interessante Relation.

Interessant auch die Spenden-Veröffentlichungen aus Hollywood und Umgebung. Die Stars voller Hilfsbereitschaft: Eine Million Dollar von diesem, eine weitere von jener. Man kann wohl davon ausgehen, dass sich das Vermögen dieser Spender auf neunstellige Dollarbeträge beläuft. Die Millionenspende ist ein kleiner Prozentsatz dieses Vermögens und sicher leicht verschmerzt.

Gut für die Opfer, dass so gigantische Summen gespendet werden. Gut für die Stars, dass über ihr großes Herz weltweit berichtet wird. Und gut, dass es zigtausende Menschen gibt, die trotz Schulden, trotz geringen Einkommens oder kleiner Pension  ihren Beitrag geleistet haben – ohne namentliche Erwähnung. Denn 20 oder 50 Euro Spende sind ein gigantischer Prozentsatz gemessen am Vermögen, wenn man keines hat.

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